Prüfungserfahrungen Rauschenbeutel

roox
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Prüfungserfahrungen Rauschenbeutel

Beitrag von roox » 26.06.2013, 19:28

Hallo!

Gibt es schon Prüfungserfahrungen? Wäre echt Super!

Danke! :wink:

musiksoldat9
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Re: Prüfungserfahrungen Rauschenbeutel

Beitrag von musiksoldat9 » 26.06.2013, 21:42

Prüfung am 26.6
Er ist sehr nett und die Prüfungsatmosphäre ist auch angenehm.

Fragen/Thema:

Bindungsenergie pro Nukleon - kurve zeichnen
Produktionsmekanismen von leichteren bzw. schwereren Elementen als Eisen
Warum ist freie Neutron instabil?

Wie hängt kernradius von nukleonzahl ab
Wiezäckerformel, Termen erklären

Kernmodellen, welche Verbindung gibt zu Modell für Mehrelektronen-atomen?
Zentralfeldnäherungen
Slater-Determinante - Antisymmetrie des Wellenfunktions
Hartree-Methode

Physikalische begründung für entartung bezüglich l und m_l

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Lelouch
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Re: Prüfungserfahrungen Rauschenbeutel

Beitrag von Lelouch » 26.06.2013, 22:46

musiksoldat9 hat geschrieben:Prüfung am 26.6

Warum ist freie Neutron instabil?
kam das überhaupt vor? kann mich nicht erinnern das in der mitschrift gesehen zu haben.

djun
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Re: Prüfungserfahrungen Rauschenbeutel

Beitrag von djun » 27.06.2013, 00:04

hat er damit den beta minus zerfall gemeint? würde thematisch zu dem thema passen.

davidenko
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Re: Prüfungserfahrungen Rauschenbeutel

Beitrag von davidenko » 27.06.2013, 11:22

hatte auch gestern prüfung, dauert ca 20 min und wie schon gesagt ist die atmosphäre recht angenehm. ihm gehts mehr ums verständnis und die grundprinzipien als um lange mathematische ableitungen. und zahlenwerte zu atomradien, grundzustandsenergie, etc fragt er auch gerne

meine themen:

helium: hamiltonoperator aufschreiben und terme erklären, störungsrechnung erklären, einfluss vom spin: mögliche spinfunktion aufschreiben, pauliprinzip bei der zusammensetzung von orts- und spinanteil der gesamtwellunfunktion (anti/symmetrisch), mögliche anregungszustände von He und erlaubte Strahlungsübergänge(wie ist anregung von triplettzuständen trotzdem möglich und deren lebensdauer)

dann dipolnäherung bei den übergangsraten erklären,

mehr-e atome: zentralfeldnäherung und hartree-verfahren

viel erfolg euch allen!

djun
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Re: Prüfungserfahrungen Rauschenbeutel

Beitrag von djun » 29.06.2013, 16:23

Ich hatte die Einstein Koeffizienten, die elektrische Dipolnäherung und noch kurze Fragen zum H und He Atom.

Er ist wirklich sehr nett und hilft einem auch wenn man nicht mehr weiterweiß. Ihm ist wichtiger, dass man die wichtigsten Teile einer Formel kennt und sie erklären kann, als sie auswendig hinschreiben zu können.

viel Glück denjenigen die noch antreten

Big_Cheese
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Re: Prüfungserfahrungen Rauschenbeutel

Beitrag von Big_Cheese » 08.07.2013, 18:51

Ich hatte erst das Wasserstoffatom, allerdings sehr allgemein als ich im z.b. den Laplace Operator in Kugelkoordinaten auf die Wellenfunktion anwenden wollte hat er nur gemeint das braucht er nicht.
Separation,die Quantenzahlen und was sie bedeuten.
Stern Gerlach, Spin,
Wie würden die Linien beim Stern-Gerlach Experimt ausschauen wenn es sich um Spin 3/2 Teilchen handeln würde(4 Linien statt 2)-
Die ersten 2 Terme der Feinstruktur(Relativistisch und Spin-Bahn Kopplung)
Hyperfeinstruktur sehr allgemein, in wieviele entartete Energieniveaus gibt es für jedes F(2F+1)
Als letztes wollte er noch die Bethe-Weizäcker Formel haben+einzelne Terme erklären.

https://openlearnware.tu-darmstadt.de/sammlung/25
Hier ist eine Online Vorlesung zum Stoff.
Besonders toll ist der Vorlesende nicht aber mir hats sehr geholfen die allgemeinen Zusammenhänge zu verstehen und mehr braucht man bei der Prüfung auch nicht.
Er macht ein Paar sachen anders als bei uns.
Z.B. die Bethe Weizäcker Formel ist in Nuclei and Particles recht gut erklärt

Juergonaut
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Re: Prüfungserfahrungen Rauschenbeutel

Beitrag von Juergonaut » 08.07.2013, 22:13

Wie genau wurde das Thema Einsteinkoeffizient und Dipolnäherung bei den Prüfungsgesprächen durchgenommen. Sollte man die ganzen Herleitungen aus dem FF wissen, oder langt da wie beim den SGL zum Wasserstoff Atom so ein grober Überblick, bzw. was sollte man dann auf jeden Fall wissen und wo kann man mit Verständnis durchgelotst werden?

LG J.

bockockel
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Re: Prüfungserfahrungen Rauschenbeutel

Beitrag von bockockel » 09.07.2013, 19:58

ich wurde nicht vom Prof geprüft, sondern von seinem Diplomanden/Dissertanten, was auch immer der macht ;)

die Einsteinkoeffizienten hat er mich doch etwas genauer gefragt, man sollt die Gleichung für die Zeitableitung von Nb hinschreiben können und das Verhältnis der Besetzungszahlen im thermischen Gleichgewicht. Dann wollte ich die Dipolnäherung grob in Schritten durchgehen, aber er hat mich unterbrochen und wollte nur das Endergebnis, also das Matrixelement des Dipoloperators.

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Lelouch
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Re: Prüfungserfahrungen Rauschenbeutel

Beitrag von Lelouch » 10.07.2013, 23:18

Bindungsenergie pro Nukleon erklären, was würde man "klassisch" für die Kernkraft erwarten, wie würde die Bindungsenergie pro Nukleon aussehen wenn die Kernkraft sich "klassisch" verhalten würde, wie können Kerne weiter rechts vom Maximum überhaupt entstehen.

Magnetisches Moment von Proton/Neutron, was lässt sich daraus schliessen dass die g-Faktoren für Neutron und Proton nicht 0 bzw 2 sind und warum hat das Neutron ein magnetisches Moment.

Übergangsraten erklären mit den A und B koeffiziten besonders das (der weg dahin mit den koeffizienten selber nichtmal, nur die "~" möglichen Vorgänge) thermischen Gleichgewicht. Was bedeuten diese g_a und g_b Koeffizienten.

Alles in allem sehr einfallsreich mit dem was sie bezüglich Verständniss fragen, aber immer ne angenehme Stimmung im Raum.

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Re: Prüfungserfahrungen Rauschenbeutel

Beitrag von Anschy » 11.07.2013, 07:45

Also die Prüfung läuft so ab, dass man von dem Prüfer abgeholt wird (einzeln). In dem Prüfungsraum ist man dann der Prüfer und noch jemand der die Aufsicht macht, und mitschreibt was so gefragt wird. Ich hab leider die Namen der beiden vergessen, waren aber beide sehr lieb.

Gefragt wurde:
Rutherfordsche Streuversuch, welches Potenzial er angenommen hat, und dann wollte er noch hören, dass die um ca 180° gestreuten alpha Teilchen wichtig für die Erkenntnis waren, dass Kerne endliche Größe haben.

Ladungsverteilung in Kernen, wie die Formel heißt die das beschreibt und wie sie ca ausschaut. Wie B/A aussiehtund was das bedeutet, Tröpfchenmodell. Eine Abschätzung für B/A in eV.

Einsteinkoeffizient, und wie die dann im Endeffekt von dem Strahlungsfeld Abhängen, und unter welchen Annahmen ich das überhaupt so rechnen darf (das Strahlungsfeld wird kaum beeinflusst..)

Zusatzfrage waren die sigma und pi Übergänge weil ich zwischen zwei Noten stand.

Die Prüfung war ca. 25 Minuten. Die Benotung und die Stimmung sehr nett, und sie haben einen in Ruhe überlegen lassen wenn einem was nicht gleich eingefallen ist, und haben Tipps gegeben wenn sie gemerkt haben, dass man auf der Leitung steht.

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Re: Prüfungserfahrungen Rauschenbeutel

Beitrag von happycamper » 05.10.2013, 00:08

Bevor ich sie wieder vergesse geb ich auch meine Prüfungserfahrung teil:

Wie schon so viele vor mir kann ich die gute Atmosphäre bestätigen. Es ist ein nettes Gespräch und es wird einem auf die Sprünge geholfen wenn man keinen Ansatz findet.
Es wird sehr auf Verständnis geprüft. Also z.B. warum sollte das Elektron klassisch gesehen e.m.-Wellen abstrahlen bis es in den Kern fällt und warum tut sie das im Bohr'schen Atommodell nicht?

So auch zu den Fragen:
  • Bohr'sches Atommodell & den Vergleich mit der klassischen Betrachtung
  • Feinstruktur: Hauptsächlich die rel. Korrekturterme erklären, dann auch woher j kommt und wozu es überhaupt eingeführt wird
  • Hyperfeinstruktur: Woher sie kommt, Größenordnung -> Kernmagneton \mu_K und die Formel dafür
  • Kernmodelle: nur Fermigasmodell: Was man annimmt, wieso man das darf, warum das Neutronenpot. tiefer ist, etc.
  • und als Entscheidungsfrage: He-Singlett-Triplett-Zustände: Woher kommen diese? Dürfen Übergänge stattfinden? Warum nicht/schon? Ordnungen, ...

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Hofi
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Fragen zu den geposteten Fragen, mögliche Antworten?

Beitrag von Hofi » 21.10.2013, 23:11

Erst Mal vielen lieben Dank an alle die hier so fleißig ihre Prüfungserfahrung gepostet haben. Großes Lob an euch alle!
Doch beim Durchgehen der Fragen bin ich auf Verständnisprobleme meinerseits gestossen. Was ist mit:
Bindungsenergie pro Nukleon erklären, was würde man "klassisch" für die Kernkraft erwarten, wie würde die Bindungsenergie pro Nukleon aussehen wenn die Kernkraft sich "klassisch" verhalten würde, wie können Kerne weiter rechts vom Maximum überhaupt entstehen?
gemeint?

Ok, die Bindungsenergie würde ich über die Bethe- Weizsäcker Formel erklären. Hinzeichnen mit steiler Flanke bis A~10, Ausreißer durch magische Zahlen. Links von Eisen Fision der leichten Bestandteile bis hin zu Eisen (~Maximum), da dann keine exotherme Reaktion mehr stattfindet. Alle Kerne rechts vom Maximum durch Sternenexplosion und damit verbundenen Neutronen und Protoneneinfang. Und in weiterer Folge durch Zerfälle entstanden. Oder eben andere Mechanismen.
Aber was würde man klassisch für die Kernkraft erwarten? ->Die Antwort dazu wurde von happycamper auf der nächsten Seite gegeben...

lg. Manuel

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Das freie Neutron unterliegt der schwachen Wechselwirkung. Jene ist dafür verantwortlich das das Neutron außerhalb des Kerns per beta-Zerfall in ein Positron + Elektron + Antineutrino zerfällt mit einer Halbwertszeit von 10,3 min. Aber auf atomarer Skala sind 10min freier Flug eine lange Zeit- was selten in Materie erreicht wird oder? Somit wird das Neutron zuvor schon wieder eingefangen und erlebt seinen Zerfall also gar nicht...
Zuletzt geändert von Hofi am 22.10.2013, 12:30, insgesamt 1-mal geändert.

Gnomchen
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Re: Prüfungserfahrungen Rauschenbeutel

Beitrag von Gnomchen » 22.10.2013, 10:06

Wurde heute persönlich von ihm exakte 28min geprüft. sehr nettes prüfungsgespräch. fragen waren:
-) spin-wellenfunktionen (symm. / anti-symm. sowie singulett u. triplett-zstd.) und wie schaut das beim he-atom aus
-) gesamtwellenfunktion beim he-atom und warum sie aus symm. ortsteil und antisymm. spinteil besteht
-) bindungsenergie pro nukleon aufzeichnen und erklären (warum ist sie ab Ni, Fe ~ const.: kurzreichweitig, ab gewisser kerngröße verspüren hinzukommende nukleonen keine kraft mehr)
-) tröpfchenmodell und weizsäckerformel erklären
-) fermimodell (potentialtöpfe für protonen und neutronen aufzeichnen, sowie deren unterschiede erklären)

trotz eines vorzeichenfehlers bei den triplettzuständen und weil ich bei der letzten frage die unterschiede nicht begründen konnte hab ich ein gut bekommen

Gnuliwu
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Re: Prüfungserfahrungen Rauschenbeutel

Beitrag von Gnuliwu » 22.10.2013, 10:15

ich wurde von jürgen volz geprüft! war sehr angenehm! wenn man mal etwas nicht weiß bohrt er einfach nach und fragt so lange in die richtige richtung bis man es wirklich einfach nur mehr wissen kann!

so meine fragen waren:

Stern Gerlach: Was erwartet man klassisch, was erwartet man Quantenmechanisch ohne Spin, was kommt aber am Ende raus. Dann von da weiter zum Spin Orbit term in der Feinstruktur.

Magnetisches Moment vom Elektron

Und am ende noch Weizsäcker Formel aufschreiben und Terme erklären und dann noch der Graph mit der Bindungsenergie pro Nukleon (den aufzeichenen und dann erklären was wo ca ist und wo Kernspaltung und Kernfusion möglich sind und wo man im Diagramm hinwandert bei Spaltung und Fusion)

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