Prüfungsfragen AKT II

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JakobM
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Re: Prüfungsfragen AKT II

Beitrag von JakobM »

Heute Prüfung bei Leeb. Dauer etwa 1.5h.

Fragen:
1.) Lagrangedichte der QCD angeben und daraus Isospin-Symmetrie ableiten
2.) Gluonenselbstkopplung durch entsprechende Terme in der Euler-Lagrange-Gleichung erklären.

Da ich dann die bessere Note wollte, kam noch:

3.) Goldhaber-Experiment mit Aufbau, Spingymnastik und Rückschluss auf Neutrino-Helizität durch diejenige der Photonen.

Sehr faire Prüfung, faire Benotung aber bekannte Anfälligkeit auf Missverständnisse.

Edit zum Ablauf der Prüfung:
Habe ca 30min gewartet und bin dann hinein gerufen worden, während Prüfling B die Überlegungen bezüglich seiner Frage aufs Papier gebracht hat. Er hat mir dann eine Frage gestellt zu der ich mir Notizen am Papier machen sollte um sie ihm später zu beantworten. Als er dann mit Bs Frage fertig war, hat er mich zu der mir Gestellten gequetscht. Im restlichen Verlauf der Prüfung lief es dann so ab, dass er zwischen den Prüflingen oszillierte und die vorhergehend (hoffentlich) formulierten Tatsachen abfragt.
420 bif

MMaoneuretlh
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Re: Prüfungsfragen AKT II

Beitrag von MMaoneuretlh »

Ich hatte heute Prüfung bei lm Abele.
(Der Prof würde zufällig zugeteilt)

Zu Beginn hat er mich gefragt ob ich schon eine Masterarbeit habe(Mössbauerspektroskopie) und wir haben darüber geredet.
Von dort ging es zu Rabl/Ramsey erklären was der Unterschied zwischen den Methoden ist und warum Ramsey so viel besser ist.( Durch die oszilzianen in Ramsey ist der Gradient steiler und da kann man besser messen.
Danach wollte er von mir eine ortsaufgelöste Interferenz wissen und ihren Aufbau ( laser)
Danach ging es zu Rutherford ( was war das erste Experiment in die Richtung)
Dann weiter zu mott und da wollte er auch die Form für nicht relativistische Teilchen haben, ( den cos^2 umschreiben zu 1.- sin^2 und beim sin steht ein Beta)
Dann rosenbluth und wie kann ich die Formfaktoren Messen und warum ist im Tau eine Masse ( da wollte den Vergleich zum mag. Moment haben, da ist's auch so)
Und wie können sie die Formfaktoren bekommen.
Dann noch den Radius vom Proton über Root mean square)

Prinzipiell war die Prüfungsatmosphäre sehr angenehm ich hab genug Blödsinn gesagt und er hat mich oft über weite Umwege dorthin geführt wo er mich hin wollte.

Ich bekam eine 2 mit Bauchweh

Pinky
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Re: Prüfungsfragen AKT II

Beitrag von Pinky »

Hab heute die Prüfung bei Prof. Abele gehabt. Im laufe der Prüfung hatte ich mehrmals das Gefühl, dass er den Blödsinn, den ich erzähle, kaum mehr hören kann :lol: hab aber im Endeffekt eine gute Note bekommen.

Angefangen haben wir mit der Standardfrage über die Elementarteilchen, ganz allgemein, dann zum Thema Eichenvarianz der EM WW gewechselt, musste die kovariante Ableitung erklären und wie das Magnetfeld ins Theorie einberacht wird. Dann gab es noch die Frage zu Kopplungskontanten der 3 WW, running coupling constant, mann sollte ungefähr wissen, wie die Formeln für die lauten, und dass es zur Vereinigung bei großen Energien kommt (GUT). Danach hat er mich gebeten, ein paar Feymann Diagramme zu zeichnen und gefragt, was ich denn vergessen hab, beim Vertex des betha-minus Zerfalls dazu zu zuzeichnen. Da war ich total verwirrt, weil ich seine VO nicht besucht hab und fürs lernen das 2014-Skript verwendet hab, wo das nicht drinnen steht. Er hat das entsprechende element der Cabibo matrix gemeint und das je nach Zerfallsart (leptonisch, semileptonisch oder reine Quarks) die Kopplungskonstante unterschiedlich ist..so was in die Richtung, genaueres weis ich leider nicht, bin bei der Frage total hängen geblieben, er hat merhmals rundherum versucht, mich auf die richtige Spur zu bringen, aber erfolglos :lol:
Und zum Schluss kam auch bei mir die Frage zur Cherekov Strahlung und wie man die v aus dem Winkel berechnet.
Zusammengefasst ganz lieber Prüfer mit toller Benotung
Sorry für Fehler, deutsch ist nicht meine Muttersprache =)

ma_werl
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Re: Prüfungsfragen AKT II

Beitrag von ma_werl »

Hatte heute Prüfung bei Prof. Abele. War der zweite Antritt, beim ersten Mal hatte er mich ziemlich schnell durchfliegen lassen, weil ich die Eichinvarianz nicht richtig verstanden hatte...

Heute war der Ablauf ähnlich, folgende Fragen weiß ich noch:
- Welche Teilchen gibt es im Standardmodell?
- Woher kommen die Eichbosonen, bzw. warum koppeln sie an die Fermionen? Hier wollte er die Eichinvarianz erklärt haben und wie daraus die Wechselwirkung mit den Feldern folgt. Hab ihm explizit U(1) (QED) aufgeschrieben, das hat ihm gereicht.
- WW der Photonen mit Materie: Wie können sie wechselwirken? Ab wann kommt es zur Paarbildung? (Ab E>1 MeV, da Masse von Elektron ~500 keV).
- Bethe-Bloch Formel: Wie schaut sie aus? Warum ist sie als Funktion von \beta \gamma aufgetragen? Antwort lautet hier: Energie/Masse = \beta \gamma; also ist als Funktion des Verhältnisses Energie/Masse aufgetragen. Hat in der Form ein Minimum für fast alle Teilchen bei \beta \gamma ~ 3.
- Feynmann-Diagramme: Zeichne ein paar auf. Habe für QED ein s-channel und ein t-channel aufgezeichnet. Er wollte dann noch ein Diagramm zur schwachen WW haben (vermutlich damit er sieht, dass man den Ladungsaustausch der geladenen W-Bosonen verstanden hat).
- Zur schwachen WW wollte er dann noch die Vertex-Faktoren wissen und was man aus diesen sieht. Hab ihm die V-A-Form explizit gezeigt und erklärt, und dass schwache WW eben nur an LH-Teilchen und RH-Antiteilchen koppelt.
- Er wollte dann auch zur schwachen WW noch wissen, welche Eichtransformation hier ins Spiel kommt. Hab ihm den Potentialterm aufgeschrieben und ihm gezeigt, dass man durch die Multiplikation der Pauli-Matritzen mit dem Potential W_\mu^k auf drei Ströme kommt.
- Er wollte dann noch wissen, wo der Z-Bosonen-Strom herkommt. Hab dann die U(1)_Y x SU(2)_L Symmetrie kurz erklärt und ihm die Verknüpfung von Photonen bzw. Z-Potentialen zu dem A_\mu (aus QED) und W_\mu^(3) aus der schwachen WW gezeigt, also das mit der 2x2-Drehmatrix.

Hab dann einen 1er bekommen :)

PtK
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Registriert: 11.01.2014, 21:28

Re: Prüfungsfragen AKT II

Beitrag von PtK »

Hatte auch am 12.03. Prüfung bei Professor Abele.

Hier die Fragen ungefähr im Überblick:
- Zuerst hat er mich über meine Diplomarbeit gefragt. Das dürfte Standard bei ihm sein. Daher falls eure Diplomarbeit irgendwas mit Teilchenphysik zu tun hat, überlegt euch in welche Richtung seine Fragen gehen könnten. Meine Diplomarbeit war über Antimaterie und das führt ziemlich direkt auf die ganzen Symmetrien (C, CP und CPT). Dann habe ich die Sakharov Bedingungen fallen lassen. Er hat mich dann gefragt ob ich die drei nennen kann und dann ob und inwieweit jede einzelne erfüllt ist.
- 4er Vektoren, erklären was das ist, Minkovksi Raum, Metrik, 4er Impuls, Lorentzinvarianz und die ganze SRT Geschichte.
- Dirac Gleichung, Relevanz (rel. Schrödinger Gleichung), Lösungen und warum man einen 4 dim Spinor braucht um Teilchen zu beschreiben. Antwort: die 4 Freiheitsgrade entsprechen 2 für Spin up/down und 2 für Teilchen/Antiteilchen.
- Feynman Diagramme: Zwei verschiedene aufzeichnen für verschiedene WW. Hab ein elektromagnetisches (e+ e- -> mu+ mu-) und eines zur schwachen WW (beta minus Zerfall) aufgezeichnet. Nachdem Neutronen ja sein Ding sind, würd ich wärmstens empfehlen den Beta-Minus Zerfall zu wählen. Dann hat er mich die Ströme, Vertexfaktoren und Propagatoren gefragt und warum eigentlich Feynman Diagramme so hilfreich sind (Produkt aus allen Faktoren ist das lorentzinvariante Übergangsmatrixelement, mal -i). Bei der schwachen WW will er auf jeden Fall das Stichwort V - A WW hören und dann soll mal im W Boson Propagator zeigen wie das mathematisch aussieht (gamma^mu(1-gamma^5) etc...).

Hab das meiste ganz gut beantworten können und einen 1er bekommen.

Im allgemeinen als Tipps, schwache WW ist ihm wichtig, und überlegt euch was er über die Diplomarbeit fragen könnte. Das ist fast immer die erste Frage der Prüfung und ich hab das Gefühl die generelle Stimmung in der Prüfung hängt bisschen davon ab wie gut man diese beantworten kann. Außerdem hab ich den Eindruck, dass man versuchen sollte soviel wie möglich zu reden und immer wieder wichtige Begriffe fallen zu lassen. Bei meiner Prüfung hat er eine Art Checkliste geschrieben von den wichtigen Sachen die ich gesagt habe (V-A Theorie, Sakharov Bedingungen, CPT Invarianz, etc...)

3lCattivo
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Registriert: 02.11.2011, 13:08

Re: Prüfungsfragen AKT II

Beitrag von 3lCattivo »

Prüfung bei Prof. Schieck.

Die Atmosphäre war sehr entspannt und die Prüfung war generell sehr angenehm.
Fragen:
- Umrechnung in natürliche Einheiten. Von GeV^-2 in Barn
- Feynman Diagramme von verschiedenen Zerfälle aufschreiben und erklären.
- Branching Ratio für einen Kaon Zerfall berechnen für ein gegebenes BR in einen anderen Zerfallskanal. Hier war wichtig zu wissen, dass sich die gegeben Zerfälle nur durch die Einträge der CKM Matrix unterscheiden.
- Elektron Proton Streuung erklären. Was sind Strukturfaktoren. Was ändert sich bei Deep Inelastic Scattering. Diagramme zu den Strukturfaktoren erklären. Wieso steigt F2(Q^2) für kleine x? Formeln wurden keine gefragt.
- Detektoren. Messung von Energie und Impuls. Elektronen, Photonen, Hadronen messen.

max96
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Registriert: 31.01.2020, 11:35

Re: Prüfungsfragen AKT II

Beitrag von max96 »

Habe heute die Prüfung bei Prof. Schieck gemacht (über GoToMeeting - hat gut funktioniert und bei manchen Fragen hat er screensharing eingeschaltet und mir die Angabe gezeigt).

- Umrechnung von 1s in nat. Einheiten.
- Zerfall von einem unbekannten Teilchen in ein ein $\pi^0 + \mu^+ + nu_\mu$, besprechung von diversen Größen wie Baryonenzahl, Ladung, Spin usw...
- Es hat sich als $K^+$ herausgestellt: Feynmandiagramm zeichen
- Feynmandiagramm für $D^+ in antiK^0 + e+ + \nu_e$ (er hat gesagt, dass das ein c-anti d Teilchen ist), er hat gemeint, das Branching ratio ist 9% und der Cabibbowinkel ca 0.2, wie ich das Branching ratio für Zerfall ein ein Pion statt dem Kaon berechnen kann.
- Dann noch ein wenig über Detektoren, Impuls vs Energiemessung, er hat ein Bild vom CMS gehabt (war auch beschriftet, was was ist)

sagarphysik
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Registriert: 28.02.2018, 16:44

Re: Prüfungsfragen AKT II

Beitrag von sagarphysik »

Hab am 2.10 die Prüfung beim Abele gemacht.

Hat eine gute stunde gedauert. Es wird leicht angefangen, damit man mal in die gänge kommt. mich hat er Elementarteilchen und deren Klassifizierungen gefragt. Danach gibt er gas, kontinuierliche Symmetrien, Lagrange-Formalismus in der SU(3)-Gruppe (transformationen hinschreiben, felder, ableitungen, eichfelder). Farbladung, starke WW, Gluonen. Dann diskrete Symmetrien CPT, was, wie ,warum. Schwache WW CP-Verletztung. Experimenteller Nachweis Kaon-Zerfälle. Ansatz für Kaon-Eigenzustände, CP-verletzender Anteil, Begründung über CKM-Matrix. Nochmal schwache WW, diesmal neutron zerfall in protonen und sonsitges. Feynmanndiagramm zeichnen, Ströme, Vertexfaktoren, Propagator hinschreiben.

Tipp: Er forscht an Neutronen, diese sind ihn wichtig. Ich hab mir nicht alle VO videos angeschaut und hab eigentlich ausschließlich mit Thomson und einer 2019 Mitschrift gelernt.

Nikolaus
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Registriert: 09.10.2012, 15:21

Re: Prüfungsfragen AKT II

Beitrag von Nikolaus »

Hatte heute 15.10.2020 Prüfung beim Prof. Schieck über GoToMeeting.

Definition natürliche Einheiten in der Atomphysik, 1 GeV^-2 in Barn umrechnen.

Ein D+ (c, anti-d) zerfällt in ein K-quer-0 (s, anti-up), Positron und Elektron-Neutrino. Woher weiß ich was für eine Kraft/Austauschteilchen im Spiel ist, Feynman-Diagramm zeichnen.
Branching Ratio von dem Zerfall ist 9 %, wie groß wäre die für ein Pion-0 statte einem Kaon-0? (Cabibbo Winkel, Zerfall abhängig von Betragsquadrat Matrixelement) Er wollte konkrete Zahlenwerte, das sollte man sich vorher anschauen.

Dann inelastic e-p Streuung, Rosenbluth Formel (hier warn ihm die Formfaktoren wichtig + Definition über FT), Abbildung 8.3 im Thomson (p. 183) erklären (warum fällt elastischer WQ ab, in welcher Form (Q^6)? Woher kommt der Faktor? warum ist die Funktion fast konstant?)
Abbildung 8.14 im Thomson (p. 200) erklären (warum sinkt F_2 bei hohen x werten für hohe Q, warum umgekehrt bei niedrigen x-Werten?)

Er war sehr angenehm, auch wenn man wo bissl länger braucht ist er geduldig und hilft auch. Ich hab das Gefühl es hilft schon auch bisschen rundherum zu reden und nicht nur seine Fragen zu beantworten, er bohrt aber dann auch nicht unangenehm nach (sofern man keinen Blödsinn redet nehm ich an).
Hab bissl gebraucht für die Rechnungen, er hat bissl geholfen bei der branching ratio, hab einen 2er bekommen. :)

morgentau
Beiträge: 1
Registriert: 02.09.2016, 09:56

Re: Prüfungsfragen AKT II

Beitrag von morgentau »

Prüfung bei Prof. Schieck über GoToMeeting:

1 Sekunde in natürliche Einheiten umrechnen. Wichtig war ihm vor allem, was h-quer*c für ein Zahlenwert ist.

Ein D+ (c, anti-d) zerfällt in ein anti-k-0 (s, anti-down), Positron und Elektron-Neutrino: Feynman-Diagramm zeichnen (im Quark-Bild).
Branching Ratio von dem Zerfall ist 9%: wie groß wäre es für ein Pion-0 statte einem Kaon-0? (BR hängt jeweils nur vom Quadrat des CKM-Matrixelements ab, der restliche Term der Feynman-Regeln bleibt gleich. Das V_cd ist 0.22 hat er mir gesagt, was V_cs ist muss man selber ausrechnen über cos/sin --> 0.98. Das Verhältnis von den Quadraten von V_cd und V_cs ist dann das Verhältnis der BRs. Taschenrechner darf/soll man verwenden).

Woher in der Rosenbluth-Formel kommt der starke (Q^6) Abfall des WQS der elastischen Elektron-Proton-Streuung und was sagt das über das Proton aus?
Warum ist der gemessene WQS circa konstant in Q^2?
F2-Abhängigkeit von Q^2 bei verschiedenen x: warum steigt F2 mit Q^2 für kleine x?

Cherenkov-Threshold-Detektor: Wie muss das n vom Material gewählt werden, dass Pionen Cherenkov-Strahlung erzeugen aber Protonen nicht (beide mit 900 MeV/c Impuls)? Die Massen von Pion und Proton gibt er an.

Seringit
Beiträge: 1
Registriert: 21.01.2016, 21:45

Re: Prüfungsfragen AKT II

Beitrag von Seringit »

Hatte heute Online-Prüfung bei Prof. Schieck. Er ist wirklich nett und die Prüfung hat knapp über 30 min gedauert

1. Frage: (Übungsbeispiel aus irgendeinem Buch) Welche dieser Teilchen(-zerfälle/streuungen) sind möglich (Baryonenzahl, Leptonenzahl, Ladungserhaltung, Energieerhaltung und so). Hier muss man ein paar Sachen wissen, die man in der VO mehr so nebenbei aufschnappt. Zum Beispiel war ein Zerfall von Pi^0 in tau und anti-tau, der ja nicht geht weil tau viel zu schwer ist, er wollte keine Zahlenwerte aber man musste wissen, dass das tau zu schwer ist. Oder ein Zerfall, wo ein Lambda-Teilchen in zwei Mesonen zerfallen wäre, wo man wissen musste, dass das Lambda ein Baryon ist (um dann mit Baryonenzahlerhaltung argumentieren zu können). Von den möglichen Zerfällen waren dann Diagramme zu zeichnen. Das letzte war eine Elektron-Positron-Annihliation in Myon und Antimyon. Ich hab ihm zunächst das Diagramm mit Photon gezeichnet er hat gefragt ob es noch eine andere Möglichkeit gibt (Z-Boson). Dann wollte er die Abhängigkeit des Wirkungsquerschnitts von der Schwerpunktsenergie für diesen Prozess. Konnte mich nicht erinnern das schon mal gehört zu haben, also wars ein bissl holprig (der WQ fällt erstmal ab, das wusste ich noch, aber es gibt eine Resonanz wenn man in den Bereich der Z-Masse kommt (wie man ja im Z-Propagator sieht)). Er hat mich dann auf diese Lösung hingeführt.
2. 1GeV^-2 in barn umrechnen
3. D+ zerfällt in Anti-K^0 und branching ratio ist gegeben, aufzeichnen, dann die Frage was das branching ratio für einen Zerfall in Pi^0 wäre. Cabibbo Winkel hat er mir nicht gesagt, aber hab ich zum Glück gewusst. Die Details des Bsp wurden von meinen Vorrednern eh schon beschrieben, es war genau gleich.
4. Die Grafik 8.3 ausm Thomson mit dem elastischen e-p Wirkungsquerschnitt erklären (wie verhält der sich als Fkt von Q^2, warum) und dann die tatsächlich gemessen Kurven von tiefinelastischer Streuung (annähernd konstant weil man an Quarks streut, Quarks punktförmig)
Dann wollte er noch den Grund für die Skalenverletzung bei kleinen x wissen. (Da hatte er auch eine Grafik) Ich hab zuerst gesagt, dass man bei großen Q Prozesse auflöst, wo die Quarks den Impuls kurzzeitig mit Gluonen teilen, sodass pro Teilchen weniger Impuls da ist, als man erwarten würde. Das hat ihm nicht ganz gereicht und er hat mich noch sanft auf das Thema Seequarks bzw. Quark-Antiquark-Paare hingeführt, das hat ihm dann gepasst.
5. Bild vom CMS-Detektor und überblicksmäßig alle Detektoren. Das Eisen bei der Myonenkammer hat nicht die Funktion die Myonen abzuschirmen sondern hat mit dem Magnetfeld zu tun, das hab ich zunächst falsch gesagt, war aber kein Problem.

Ich hab seine Fragen immer so mittellang beantwortet und wenns gestimmt hat, hat er nie nach Details gefragt.
Er war dann insgesamt sehr zufrieden und hab einen Einser bekommen

schmiedl00
Beiträge: 2
Registriert: 04.05.2014, 15:47

Re: Prüfungsfragen AKT II

Beitrag von schmiedl00 »

Hatte heute Prüfung bei Prof. Abele über ZOOM. Die Prüfungsatmosphäre war sehr angenehm und hat 1:15 gedauert.

1.Frage war zu Diplomarbeit, wo er aber bei meiner dann keinen Konnex zur Teilchenphysik gefunden hat. Also Irrelevant
2. Frage: Standardmodell: welche teilchen- und teilchenfamilien gibt es? Zu eigenschaften eigentlich kaum was gefragt
3. Frage: Wollen Sie weiter über Leptonen oder über Quarks sprechen? -> Habe ich gesagt, es sei mir egal hat er quarks genommen. Welche Teilchen sind das, die zwischen den Quarks wechselwirken und welche Eichtheorie liegt diesen zugrunde? Die Transformationen der Felder, der quarktripletts und der Ableitungen hat ihn zufrieden gestellt. Was folgt aus diesen Feldtransformationen? -> Feynman-diagramme für quarks und gluonen wechselwirkungen aufzeichnen und wissen, welche Farbladungen gluonen haben.
4. Frage (da hats mich voll erwischt): Neutrino-physik. Manchmal hatte ich das gefühl er beendet die Prüfung jetz, als ich ihm die Formel für die Neutronenoszillationen der Sonnenneutrinos nicht herleiten konnte. Das wollte er aber nur wissen, weil ich ihm nicht sagen konnte, wie die Abhängigkeiten der Wahrscheinlichkeit des Übergangs von einem v_e in ein v_my aussehen. er wollte konkret den sin²(2*theta) term haben, wo auch noch die Massendifferenz vorkommt. Weitere fragen: Wie entstehen neutrinos in der Sonne, was sind die Prozesse? Welche Neutrinos hat man zuerst nachgewiesen und mit welchen Experiment? Wie hat man dann die niederenergetischen Neutrinos aus den primärprozessen nachgewiesen? Was war das besondere an dem SNO-Experiment und wie kann man anhand dessen nachweisen, dass neutrinooszillationen stattfinden müssen? Was sind die Prozesse, die im SNO-Experiment stattfinden (Feynman-Diagramme zeichnen) und welche davon können auch die my- und tau-neutrinos initiieren? Was versucht man beim Katrin-Experiment zu messen? Welches Material wird verwendet, und warum (Tritium wegen geringer Halbwertszeit und beta-Spektrum nur bis 17 keV)? Wie sollen Neutrinomassen dabei gemessen werden?
Da es mich bei den Oszillationen (PMNS hat ihn gar nicht interessiert) mega aufgstellt hat, und ich die Vorgänge im SNO-Experiment nicht gwusst hab, und ich schon dachte ich darf nochmal kommen, hat er gesagt er stellt mir eine Zusatzfrage.
5. Frage Kaonenmischung. Warum mischen Kaonen, wie funktioniert das (einfach Feynman-Box-Diagramm aufzeichnen und Vertizes mit den richtigen CKM-Matrixelementen beschriften).

Alles in allem ist er immer sehr ruhig und verständnisvoll, auch wenn man sachen gar nicht kann (wie ich bei den Neutrinos zum Beispiel), und versucht einen immer zur Lösung zu leiten. Auf manche sachen bin ich dann oft erst durch seine Hilfe gekommen. Wenn man ein bisschen zu viel spricht und er das Gefühl hat, dass man etwas nicht ganz verstanden hat bohrt er aber gerne nach. Er meinte er wollte mir eine 4 geben wegen der wirklich schwachen Leistung bei der Neutrinophysik, aber durch die Kaonen hab ich mich noch auf ein Befriedigend retten können!

Abschließend möchte ich noch sagen, dass er sehr darüber erfreut war, dass ich meine Webcam so eingerichtet hatte, dass ich vor meinem whiteboard stehen konnte, weil das eine große Zeitersparnis darstellt! Ob das nun gut oder schlecht ist, muss man für sich selbst entscheiden, da man definitiv in der selben Zeit mehr aufzeichnen kann. Das hat den positiven Effekt, dass er mittendrin sehen kann, dass mans versteht und er deshalb unterbrechen und weitermachen kann, aber auch den negativen Effekt, dass man durch die Zeitersparnis mehr aufzeichnen muss.

tubuster
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Registriert: 08.06.2015, 19:07

Re: Prüfungsfragen AKT II

Beitrag von tubuster »

Prüfung Abele:
-Fragen verwandt mit Diplomarbeit: Wechselwirkungen Photonen mit Materie (Compton, Photoeffekt mit Energie- und Z-Abhängigkeit, Paarbildung - wann und wie tritt sie auf?) - das ist sicher keine Standardfrage, ich hatte vorher aber erwähnt dass ich mit Röntgenstrahlung und Radionukliden arbeite); Bethe-Bloch Formel: Was sagt sie aus, Erklärung des Verlaufes des Graphen mit wichtigsten Abhängigkeiten, warum über beta*gamma, nicht explizite Formel verlangt; Wu-Experiment; alles relativ ausführlich
-Leptonenuniversalität, wie berechnet man ein Matrixelement, was steckt drinnen (qualitativ), Vertexfaktor, Myon-Zerfall, mögliche Zerfälle für Tau (elektronisch, myonisch, in Pionen) und Zusammenhang mit Leptonenuniversalität, alles mit Feynman-Diagrammen
-Grundlegende Ansätze für Fermi-Theorie, Zusammenhang mit der schwachen Kopplung (kurz)

Wirklich ein sehr netter Prüfer, wobei er halt auch so etwas wie die Tau/Myon-masse und -lebensdauer gefragt hat, auch die Masse des Protons, Elektrons, Z, W, branching ratios bei den tau-Zerfällen, aber ich glaube das war eher als Denkanstoß gedacht und das waren jedenfalls keine knock-out Fragen.

Ich habe geschaut dass ich immer viel rede, so sind wir glaube ich auch dann bei der Schwachen WW stehen geblieben und haben Quarks, Starke WW, Higgs, Symmetrien etc gar nicht erst angeschnitten.

Alles Gute für eure Prüfung!

mkmk1997
Beiträge: 1
Registriert: 04.03.2017, 21:22

Re: Prüfungsfragen AKT II

Beitrag von mkmk1997 »

Ich hatte gerade Prüfung bei Prof. Abele. Dass es Prof. Abele wird wusste ich schon seit Dienstag als ich den Zoom-Link bekommen habe (Titel AKT2 Pruefung Prof. Abele).

Sehr nette Prüfungsatmosphäre. Ich hatte das Gefühl er hat keine Standardfragen sondern er wartet wie sich das Gespräch entwickelt was natürlich vom Prüfling genutzt werden kann um auf sattelfeste Kapitel hinzuschwenken. Ich war gut vorbereitet, deswegen kann ich leider nicht sagen, wie er reagiert wenn etwas gar nicht stimmt.

Ich hatte das Gefühl er will einen Kontext zu aktueller Forschung herstellen.

Meine Fragen:
Standardmodell - Teilchenfamilien (was wechselwirkt durch welche WW)
Spin von Fermionen -> magnetisches Moment -> weiter zu g-2 Myonen Experiment und dessen Ergebnisse (Standardmodell sagt anscheinend falsches magnetisches Moment des Myons voraus, vgl. auch Brookhaven Experiment 2001)
Danach habe ich gefragt ob es nicht auch bei CERN neue Ergebnisse in Sachen Leptonenuniversalität gibt (B-Mesonen Zerfall) -> danach hat er mir einiges dazu erklärt (Vermutung dass es rechtshändiges Austauschteilchen der schwachen Wechselwirkung mit sehr hoher Masse gibt)
Myonzerfall: Feynman-Diagramm, Formel in natürlichen Einheiten mit Fermikonstanten; Wie hängt die Zerfallsrate von der Masse ab (m^5),
Tauzerfall: welche Zerfallskanäle sind möglich (elektronisch, myonisch, pionisch (d und anti u)
V-A Theorie: wie kommt man durch V-A Strom darauf, dass es linkshändige Teilchen sein müssen (Projektor im Vertex Faktor), aber warum muss dann auch der andjungierte Spinor linkshändig sein und nicht nur der Spinor auf den der PL Operator direkt wirkt? (Anschreiben von adjungierten Spinor als Linearkombination von psiR und psiL und dann ausmultiplizieren und mit selber Argumentation wie bei QED koppelt nur LL, RR für Teilchen und LR, RL für Antiteilchen und Teilchen -> nur linkshändiger adjungierter Spinor bleibt übrig.
Propagator für schwache WW aufschreiben (dann hat er mir erklärt wie das neue Austauschboson integriert wird); Achtung dass ihr da auch den longitudinalen Polarisations-Term im Propagator berücksichtigt.
Wie würde eine rechtshändige Kopplung aussehen -> V+A Theorie
Danach was ist eine Eichsymmetrie -> Lagrangedichte muss invariant unter Eichtransformation sein
Was bedeutet das für U(1) -> Vektorfeld A_mu wird benötigt, dass auf gewisse Weise unter Eichtransformation transformiert. Diese Transformation und die kovariante Ableitung (minimale Kopplung) anschreiben.
Weiter zu SU(2) Symmetrien, was sind die Generatoren (Pauli Matrizen), wie sieht der lokale Symmetrieoperator aus (U(x)=exp(isum(alphasigma))); Transformation der Eichfelder (U(x)WmuU^t(x) -dmu(U(x))U^t(x). Kovariante Ableitung dmu -> dmu + ig_2/2Wmu, wobei Wmu=sum(Wmu^isigma_i)
Wissen, dass das selbe für SU(3) gilt aber mit den 8 Gell-Mann-Matrizen als Generatoren.
Worauf wirkt SU(2) Symmetrie (Raum der Leptonendubletts)


Ich glaub das war alles; Eichsymmetrien sind ihm wichtig, ansonsten ist es wahrscheinlich gut zumindest über die neuen Experimente Bescheid zu wissen (also zu wissen, dass es sie gibt). Leider scheint es keine Standardfragen zu geben, aber ich glaube wenn man geschickt ist, kann man das Prüfungsgespräch in eine angenehme Richtung lenken.

Viel Erfolg bei der Prüfung!

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