Diplomprüfung: Diebold, Eisenmenger, Faber

Seien es die Formalitäten beim Einreichen, Erfahrungsberichte zur Diplomprüfung oder auch die ersten Schritte danach: hier seid ihr richtig, wenn sich euer Studium dem Ende zu neigt!
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Zerberus
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Diplomprüfung: Diebold, Eisenmenger, Faber

Beitrag von Zerberus » 19.07.2015, 21:50

Hier ein kurzer Bericht zu meiner Diplomprüfung, auf dass er jemandem helfe:

1) Prüfer (aus)suchen:
Man braucht zwei Prüfer, die man sich mehr oder weniger selbst aussuchen kann und muss. Mit dem Diplomarbeitsbetreuer sind das dann 3 Prüfer.
Das wichtigste daran ist, dass jeder Prüfer aus einem unterschiedlichen Physikinstitut kommen muss, und zumindest ein Theoretiker dabei sein muss. Wenn man sich rechtzetitig darum kümmert, stellt das Finden von Prüfern aber kein Hindernis dar.
Ich wurde von Diebold (Institut für Angewandte Physik), Eisenmenger (Institut für Festkörperphysik) und Faber (Atominstitut) geprüft.

2) Vorbereitung:
Erstmal sollte man versuchen, mit jedem Prüfer zu reden, was er sich so vorstellt bei der Prüfung. Den einen oder anderen Hinweis, in welche Richtung man lernen soll, bekommt man, wie ich gehört habe, oft. Antworten wie "Schauen Sie sich die theoretische Physik an" sind bei manchen Prüfern üblich - da sollte man sich vorher bei Kollegen bzgl Erfahrungsberichten umhören, wenn man das nicht so gerne hat.

Ich habe mir im Endeffekt bei jedem Prüfer 1-3 Fächer zurecht gelegt, die in etwa dem entsprachen, was von ihnen erwähnt wurde.
Weiters sollte man sich auf jeden Fall die Grundlagen ansehen: Demtröder 1 und Edyn 1 zum Beispiel schaden gar nicht.
Am Ende bin ich dann noch die DA durch gegangen und habe versucht, alle Fragen zu finden, die dort so auftauchen könnten. Das war sehr hilfreich, weil die Prüfung bei jedem Prüfer erst einmal bei der Diplomarbeit selbst gestartet ist.

Bei mir war es dann eine unschaffbare Menge an Stoff, an der ich teilweise etwas verzweifelt bin. Man muss schaffen, nicht allzusehr ins Detail zu lernen, sonst geht es nicht.

Und weil diese Frage denke ich öfters gefragt wird: Gewisse Formeln sollte man wirklich auswendig können. Für lange Ableitungen hat man keine Zeit.

3) Ablauf
Man präsentiert seine Arbeit in 5 Minuten. Das ist wirklich kurz! Ob man eine Powerpointpräsentation braucht, hängt wohl vom Thema ab. Wer unbedingt Diagramme braucht, wird eine machen. Sonst ist eher davon abzuraten, weil es viel Zeit kostet. Diese Präsentation habe ich versucht, sehr gut zu üben. Weniger weil sie so wichtig ist, sondern weil man sich selbst sehr gut beruhigen kann, wenn die ersten 5 Minuten einmal gut verlaufen.
Jeder Prüfer hat danach maximal 15 Minuten, insgesamt dauert die Prüfung 45 Minuten. Es können also keine extrem langen Fragen gestellt werden.

Noch einmal zur Nervosität: Ich habe versucht mir immer vorzuhalten, dass bei dieser Prüfung praktisch niemand durchfällt. Ich habe von einem Professor gehört, dass er irgendwann einmal das Gerücht gehört hat, dass irgendjemand durchgefallen ist. :)

4) Fazit:
Meine Prüfung ist gut gelaufen. Eure wird auch gut laufen. :) Ich bin eher zu meinem DA-Thema gefragt worden, von Professor Faber aber von Röntgenstrahlung bis zu Maxwellgleichungen auch Allgemeines.

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